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DE:

Grünbraune Strauchschrecke

EN:

Green Dark Bush-cricket

Synonyme

Thamnotrizon frivaldskyi [sic] (Herman, 1871) | Pholidoptera frivaldsky [sic] Herman, 1871 | Pholidoptera friwaldskyi [sic] Herman, 1871 | Thamnotrizon friwaldszkyi [sic] (Herman, 1871) | Thamnotrizon serbicus Schulthess, 1882

Morphologie

Die Grundfarbe von Pholidoptera frivaldszkyi variiert von einheitlichem Grün bis zu Braun. Oft sind die Tiere an den Körperseiten grün und auf der Körperoberseite bräunlich gefärbt. Auf den Halsschildseiten und am Oberkopf befinden sich mehr oder weniger ausgedehnte, schwarze Zeichnungen. Die Körperseiten und der Bauch sind hellgrün. Der Halsschild ist etwas weiter nach hinten verlängert als bei den anderen mitteleuropäischen Pholidoptera-Arten und am Hinterrand gerade. Die Halsschild-Seitenlappen sind am Unter- und Hinterrand nicht deutlich weiss aufgehellt, mit Ausnahme brauner, besonders kontrastreich gezeichneter Individuen. Der sichtbare Teil der relativ langen, hellbraunen Vorderflügel ist beim Männchen etwa gleich lang wie der Halsschild und erreicht oder überragt leicht die Hinterleibsmitte. Beim Weibchen sind die Flügel reduziert und ragen nicht unter dem Halsschild hervor. Die Cerci des Männchens sind gerade, am Ende leicht nach innen gebogen und tragen im Basaldrittel einen kräftigen, leicht zum Kopf hin gebogenen Innenzahn. Die Legeröhre der Weibchen ist nicht ganz körperlang, fast gerade und nur leicht aufwärts gebogen.

Grössenangaben
  • ♂ 17-25 mm
  • ♀ 19-25 mm
  • Ovipositor 18-20 mm

Gesang

Der laute Spontangesang von Pholidoptera frivaldszkyi erinnert stark an denjenigen von Pholidoptera littoralis. Es sind im Klang sehr ähnliche, metallische Verse, die 3–12 Sekunden andauern. Die Verse sind bei gleicher Temperatur etwas schärfer und scheppernder, die Silben werden etwas weniger schnell wiederholt, und die einzelnen Silben sind dadurch besser zu trennen als bei Pholidoptera littoralis. Beide Arten können zusammen vorkommen, wobei der Gesangsunterschied am besten erkennbar ist.

Video: Wolfgang Forstmeier

Zwei Verse aus dem Spontangesang von Pholidoptera frivaldszkyi - GR, Mazedonien, nördlich von Drama, Elatia, 23,5 °C, Nacht, 23.07.2004, Aufnahme: Klaus-Gerhard Heller

Einzelner Vers aus dem Spontangesang von Pholidoptera frivaldszkyi - GR, Mazedonien, nördlich von Drama, Elatia, Nacht, 23,5 °C, 23.07.2004, Aufnahme: Klaus-Gerhard Heller

6 Silben aus dem Spontangesang von Pholidoptera frivaldszkyi - GR, Mazedonien, nördlich von Drama, Elatia, Nacht, 23,5 °C, 23.07.2004, Aufnahme: Klaus-Gerhard Heller

Einzelner Vers aus dem Spontangesang von Pholidoptera frivaldszkyi - GR, Mazedonien, nördlich von Drama, Elatia, Nacht, 19 °C, 29.06.2008, Laboraufnahme: Baudewijn Odé

Sechs Silben aus dem Spontangesang von Pholidoptera frivaldszkyi - GR, Mazedonien, nördlich von Drama, Elatia, Nacht, 19 °C, 29.06.2008, Laboraufnahme: Baudewijn Odé

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet von Pholidoptera frivaldszkyi ist auf den Zentralbalkan und die Karpaten beschränkt. Die nordwestlichen Ausläufer reichen bis in die slowakischen Karpaten, wo die Art Mitteleuropa erreicht. In Rumänien, Bulgarien, Serbien und Bosnien und Herzegowina ist die Art weit verbreitet und erreicht Kroatien nur knapp im artenreichen Postak-Gebiet.

This map is based on occurrence records available through the GBIF network and may not represent the entire distribution.

Phänologie & Lebensweise

Ausgewachsene Individuen von Pholidoptera frivaldszkyi findet man von Juni bis August, ähnlich früh wie Pholidoptera littoralis. Den phänologischen Höhepunkt erreicht die Art im Juli und August. Die Lebensweise und der Lebensraum sind ähnlich wie bei Pholidoptera littoralis, mit der sie oft den Lebensraum teilt.

Lebensraum

Pholidoptera frivaldszkyi besiedelt bevorzugt langgrasige Wiesen und Weiden und Säume in den Bergen. Sie ist eine typische Art von langgrasigen Mähwiesen und Waldlichtungen in den Karpaten.

Gefährdung & Schutz

Pholidoptera frivaldszkyi wird von der IUCN als Least Concern (LC) eingestuft.

Rote Listen
  • CH:
    Abwesend
  • DE:
    Abwesend
  • AT:
    Abwesend
  • Europa:
    LC (Nicht gefährdet)

Ähnliche Arten

Pholidoptera frivaldszkyi kann am ehesten mit Pholidoptera littoralis verwechselt werden, mit der sie den Lebensraum teilen kann. Pholidoptera littoralis ist konstanter gefärbt und unterscheidet sich am besten durch die Halsschildzeichnung. Das Halsschild ist dreifarbig, mit dunklen Innenbereichen der Halsschild-Seitenlappen und einem breiten hellen Saum im unteren und hinteren Bereich. Bei Pholidoptera frivaldszkyi ist die dunkle Färbung auf den Bereich reduziert, in dem die Halsschild-Oberseite in die Seitenlappen übergeht. Pholidoptera frivaldszkyi hat zudem fast immer ein schwarzes Färbungsmuster auf dem Oberkopf, das Pholidoptera littoralis fehlt. Die Vorderflügel sind bei Pholidoptera frivaldszkyi etwas länger, reichen weiter an der Körperseite hinab und sind leicht hochgewölbt. Die weibliche Legeröhre ist etwas kürzer als bei Pholidoptera littoralis.

Pholidoptera littoralis

Pholidoptera transsylvanica

Eupholidoptera schmidti

Pholidoptera aptera