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Montana stricta

(Zeller, 1849)

DE:

Südöstliche Beissschrecke

EN:

Italian Bush-cricket

Morphologie

Im Habitus gleicht Montana stricta der Steppen-Beissschrecke Montana montana. Die Grundfärbung ist grau bis braun, mehr oder weniger kontrastreich; Grün scheint nicht vorzukommen oder ist sehr selten. Die Halsschild-Seitenlappen sind, speziell am Hinterrand, mehr oder weniger stark hell und breit umrandet. Die Vorderflügel sind für die Gattung typisch dunkel gefleckt und überragen die Hinterknie nicht. Sie sind im Verhältnis zur eigenen Körpergrösse deutlich kürzer als bei den grossen Platycleis-Arten wie z. B. Platycleis romana. Der Innenzahn der Cerci der Männchen liegt in der Mitte, entspringt auf der Innenseite aber schon kurz nach der Basis. Er ist zuerst nach hinten gerichtet und danach leicht kopfwärts gekrümmt. Die helle Legeröhre der Weibchen ist an der Basis leicht nach oben gebogen, danach fast gerade und am Ende dunkel sowie an den Rändern dunkel gesäumt; sie ist nicht ganz körperlang.

Grössenangaben
  • ♂ 12-16 mm
  • ♀ 15-17 mm
  • Ovipositor 10-12 mm

Gesang

Der Gesang von Montana stricta besteht aus zwei verschieden langen Verstypen. Nach ca. 3-5 (2–8) kurzen „tr“-Versen, die gut getrennt nacheinander erzeugt werden, folgt ein etwas längerer Schwirrvers. Beim Schwirrvers geht ein kurzer Vers direkt in einen oszillografisch leicht dichteren Vers über. Der Gesang tönt wie „tr-tr-tr-tr-trbrrrrrrrrrrr-tr…“. Der Gesang kann so minutenlang aneinandergereiht werden. Der Gesang ist somit ein sehr gutes Bestimmungsmerkmal, da keine andere morphologisch ähnliche Art einen vergleichbaren Gesang hat.

Video: Wolfgang Forstmeier

Spontangesang von Montana stricta - HR, Cres, 25° C, Zimmertemperatur, am 22.06.2016 als Larve gesammelt.

Spontangesang von Montana stricta - HR, Cres, 25° C, Zimmertemperatur, am 22.06.2016 als Larve gesammelt.

Ein kurzer und ein langer Vers aus dem Spontangesang von Montana stricta - HR, Cres, 25° C, Zimmertemperatur, am 22.06.2016 als Larve gesammelt.

Spontangesang von Montana stricta - HR, Cres, 25° C, Zimmertemperatur, am 22.06.2016 als Larve gesammelt.

Verbreitung

Montana stricta lebt verstreut in Mittel- und Süditalien sowie entlang der dalmatinischen Küste von Nordost-Italien bis nach Montenegro. Die nördlichsten Vorkommen liegen in der Umgebung von Triest.

This map is based on occurrence records available through the GBIF network and may not represent the entire distribution.

Phänologie & Lebensweise

Ausgewachsene Tiere von Montana stricta finden sich von Juli bis Oktober mit einem Schwerpunkt im Juli und August.

Lebensraum

Montana stricta bewohnt verbrachende, trockene Wiesen und Weiden und kann auch mit stark beweideten Flächen umgehen.

Gefährdung & Schutz

Montana stricta wird von der IUCN als Least Concern (LC) eingestuft.

Rote Listen
  • CH:
    Abwesend
  • DE:
    Abwesend
  • AT:
    Abwesend
  • Europa:
    LC (Nicht gefährdet)

Ähnliche Arten

Montana montana ist die ähnlichste Art; beide Arten kommen aber nicht gemeinsam vor. Beim Männchen von Montana montana hat das 10. Tergum am Hinterrand zwei rundliche Lappen, bei Montana stricta sind es zwei Dornen. Die Cerci sind bei Montana montana an der Basis gezähnt und werden von den Lappen des 10. Tergums verdeckt; bei Montana stricta sind die Cerci in der Mitte gezähnt. Die Legeröhre des Weibchens von Montana stricta ist etwas länger und nach einer ersten schwachen Biegung fast gerade, bei Montana montana etwas kürzer und am Schluss noch leicht gebogen. Die Subgenitalplatte der Weibchen ist unterschiedlich: Bei Montana montana ergeben die beiden leicht nach vorne geneigten, abgeschrägten Lappen fast ein gerades Ende, bei Montana stricta sind es zwei rundliche Lappen mit einer rundlichen Einkerbung. Montana stricta kann zusammen mit Tessellana tessellata vorkommen. Diese ist kleiner, heller, kontrastreicher, mit kontrastreicheren, schmaleren Vorderflügeln und mit einer kurzen, schwarzen, stark nach oben gebogenen Legeröhre. Beim Männchen von Tessellana tessellata liegen die dreieckigen Anhänge auf dem 10. Tergum näher beieinander als bei Montana stricta.

Montana montana

Tessellana tessellata

Platycleis grisea

Tessellana veyseli